Bundesumweltministerium blamiert sich bei Wolf-Fragestunde

16.02.2017  Pressemitteilung: Auf Initiative der CDU-Abgeordneten Oliver Grundmann, Rita Stockhofe und Henning Otte wurde das Bundesumweltministerium im Rahmen der parlamentarischen Fragestunde zum Thema „Wolf“ befragt.

Anlass war die Aussage der Bundesministerin Hendricks in der Sendung „Hart aber fair“, dass auffällige Wölfe in früher Kindheit vom Menschen aufgezogen worden seien.

Sie behauptete, dies habe man jeweils nachweisen können. Doch Ministerin Hendricks kniff vor den Fragen der CDU-Fachleute und schickte stattdessen ihre Staatssekretärin Schwarzelühr-Sutter. Diese war bei dem Thema hoffnungslos überfordert und konnte bzw. wollte keine einzige Frage korrekt beantworten. Sogar Bundestagspräsident Lammert musste intervenieren und bestand darauf, dass das Umweltministerium Antworten schriftlich nachreicht.

So konnte die Abgeordnete Stockhofe nicht erfahren, wann ein „günstiger Erhaltungszustand“ beim Wolf erreicht ist, wie dieser definiert wird und welche Maßnahmen dann ergriffen werden sollen. Rita Stockhofe: „Das Umweltministerium verschließt vor dieser Tatsache die Augen. Ebenfalls wird ignoriert, dass dringend ein Wolfsmanagementplan aufgestellt werden muss, damit beispielsweise Maßnahmen bei Verhaltensauffälligkeiten ergriffen werden können.“

Oliver Grundmann: „Wenn darauf gewartet werden soll, bis es flächendeckend zu viele Wölfe gibt um zu prüfen, was man dann machen will, ist es zu spät! Ich fordere ein qualifiziertes Wolfsmanagement, klare Regeln, wie Mensch, Nutz- und Haustiere vor den Gefahren durch den Wolf geschützt werden können und – wenn nötig – schnelles Handeln. Wenn Wölfe erst einmal gelernt haben, dass etwa Nutztiere eine leichte und gute Beute sind, dann werden sie dieses Wissen in die nächsten Generationen weitergeben und durch die weiten Wanderungen auch weitertragen. Dies muss frühestmöglich verhindert werden.“

Henning Otte anschließend: „Die Aussage der Staatssekretärin, dass man sich zusammensetzen werde, wenn es ausreichend Wölfe gibt, um dann zu schauen, was man machen kann, ist unverantwortlich! 

In einem anschließenden Gespräch lobte der Präsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV) Hartwig Fischer die Initiative der Abgeordneten.

Link zur Mediathek beim Deutschen Bundestag: Fragestunde